Auf Reisen

Ich bin mal ein paar Tage un­ter­wegs.
Ge­rade habe ich her­aus­ge­fun­den, wie ich Fo­tos von mei­nem Fo­to­ap­pa­rat auf das Smart­phone sen­den kann. Ich werde ver­su­chen, euch je­den Tag auf mei­ner Ins­ta­gram­seite die schönste Auf­nahme des Ta­ges zu zei­gen – ab mor­gen hier.
Bis bald!

Uralt No. 3

Nun möchte ich meine ge­strickte Patch­work­de­cke moch­mal in ih­rer gan­zen Schön­heit zei­gen. Sie ist 140 x 180 cm groß und wiegt 1020 g.

Patchworkstricken5

Am An­fang war es ei­gent­lich mehr eine Spie­le­rei mit der Wolle und dem Mus­ter. Ei­nen ge­nauen Plan gab es nicht.

Die Wolle hatte ich ur­sprüng­lich für diese Schaf­de­cke ge­kauft, aber dann war ich doch nicht mu­tig ge­nug für die­ses Pro­jekt. Es sind alle neun Far­ben der Ja­mie­son & Smith Shet­land Su­preme Jum­per Weight (100 % Schaf­wolle – 175 m/50g). Die Wolle ist un­ge­färbt. Alle Farb­töne kom­men also di­rekt vom Schaf. Au­ßer­dem habe ich noch die zwei Knäuel von Bla­cker Yarns, die ich 2011 für eine Fo­to­col­lage beim Wo­vem­ber ge­won­nen hatte, dazu ge­nom­men.
Es hat viel Spaß ge­macht, diese ver­schie­de­nen Farb­schat­tie­run­gen zu kom­bi­nie­ren. Mit Na­del Nr. 3 er­gibt sich ein eben­mä­ßi­ges Strick­bild. An­fangs ist die Wolle et­was rauh, aber schon die er­ste Wä­sche bringt ein biss­chen mehr Vo­lu­men. Die Woll­här­chen ver­ha­ken sich und die Ober­flä­che wird fei­ner. Ich habe ei­nen Pull­over aus die­ser Wolle ge­se­hen, der zwei Jahre ge­tra­gen war. Es hatte sich ein ein­heit­li­ches Vlies ge­bil­det, bei dem man die Ma­schen kaum noch er­ken­nen konnte. Ich bin sehr ge­spannt!

Für die ein­zel­nen Qua­drate hatte ich keine Vor­lage. Ich habe mir den Mus­tern und der Tech­nik ge­spielt, die ich An­fang der 90er Jahre nach den zwei Bü­chern „Das Neue Stri­cken“ von Horst Schulz er­lernt hatte. Das Ba­sis­qua­drat be­steht im­mer aus 15 Ma­schen und 30 Rei­hen. Ei­nen Mus­ter­block hat 5 x 5 Qua­drate, ist un­ge­fähr 33 x 33 cm groß (un­ge­wa­schen) und wiegt 50 g. Alle Teile sind gleich an­ein­an­der­ge­strickt. Da ist nichts ge­näht. Auch die Fa­den­en­den sind größ­ten­teils gleich ein­ge­webt. Nur we­nige muss­ten ver­näht wer­den.

Jetzt am Ende bin ich selbst über­rascht, wie har­mo­ni­sch die De­cke aus­sieht, wie schön die Far­ben ver­teilt sind.Dabei sind von der Wolle nur 85 g üb­rig. Es freut mich, dass sich al­les so ge­fügt hat.

(Das war vor­esrt mein letz­tes Uralt-Projekt. Alle an­ge­fan­ge­nen Strick­sa­chen sind jetzt jün­ger als ein Jahr. Es gibt noch zwei sehr alte Patch-UFOs. Aber da­für muss mir erst eine sinn­volle Ver­wen­dung ein­fal­len.)

Wunderliche Pilze

Das Pil­ze­su­chen ge­hört bei uns schon im­mer zum Spät­som­mer und zum Früh­herbst. Be­reits als Kind habe ich ge­lernt, wel­ches die gu­ten Pilze sind und dass die an­de­ren für die Tiere des Wal­des ste­hen blei­ben. Mucks­mäus­chen­still muss­ten wir sein, da­mit wir die an­de­ren Pil­ze­su­cher nicht auf un­sere Spur lo­cken. Nur bei ganz be­son­de­ren Pil­zen, wie Rot­kappe oder Stein­pilz, durf­ten wir mal ei­nen ganz un­ver­däch­ti­gen Laut von uns ge­ben, wohl da­mit Mut­ter oder Va­ter noch­mal ge­nauer nach Nach­barn su­chen.
Die Stein­pilze sind heute gar nicht mehr so sel­ten. Aber ich habe den Ein­druck, dass es im­mer mehr mir un­be­kannte, selt­same Pilze gibt, die hier vor Jah­ren ein­fach nicht vor­ka­men.

Am Sonn­tag ha­ben wir bei un­se­rer Wan­de­rung ei­gent­lich keine Pilze ge­sucht. Wir ha­ben nur am We­ges­rand ge­guckt, was dort so wächst. Da­bei ha­ben wir viel ent­deckt.

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Der Wald war vol­ler Bo­viste. Nicht nur auf dem Wald­bo­den, auch an den Fels­wän­den wuch­sen mas­sen­weise die schön ge­mus­ter­ten Ku­geln.

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Baum­pilze gab es in vie­len Far­ben und For­men. Die ver­schie­de­nen Grün­töne die­ser Bu­ckel­por­linge sind doch be­ein­dru­ckend! Aber auch diese Braun-Rot-Orangefarbenen finde ich toll.

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Beim Fo­to­gra­fie­ren der Pilze habe ich ei­nen klei­nen schwarz-gelben Kä­fer ent­deckt. Es ist der Gelb­bin­di­ger Schwarz­kä­fer, ein pilz­fres­sen­der Kä­fer, aber kein Schäd­ling.

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Un­ten links ist eine um­ge­fal­lene Stinkm­or­chel zu se­hen. Die schwarze Frucht­masse (Gleba) ist schon ver­schwun­den.
Rechts un­ten wächst ein Sti­el­bo­vist im Moos. Den Pilz rechts oben habe ich erst gar nicht als Pilz er­kannt und mich sehr ge­wun­dert, was da im Wald für eine Frucht­schale liegt.
Weiß viel­leicht je­mand, was un­ten in der Mitte für ein Pilz zu se­hen ist? Den konnte ich nir­gends rich­tig zu­ord­nen. Den Hut finde ich ja sehr in­ter­es­sant – wie Eis mit La­kritz.

Und nun ein paar Ku­rio­si­tä­ten.

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Fi­sche, Ko­ral­len und Se­epo­cken?

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Kau­gum­mi­bla­sen?

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Gut­ta­ti­ons­trop­fen – Diese Was­ser­trop­fen an man­chen Baum­pil­zen fan­den wir auch sehr ku­rios. Der Pilz gibt Was­ser ab, da­mit er aus dem Bo­den neues Was­ser und da­mit Nähr­stoffe auf­neh­men kann. Weil der Bo­den warm ist und die Luft sehr feucht, pas­siert das nicht au­to­ma­ti­sch durch Ver­duns­tung. (Ich hoffe, dass ich das rich­tig ver­stan­den habe.)

Zwi­schen all die­sen Pil­zen ha­ben wir ins­ge­samt drei kleine Gute ge­fun­den. Ei­ner da­von war ma­dig.

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Nun dachte ich ja, dass ich mich am Sonn­tag ge­nug über Pilze ge­wun­dert habe. Aber da habe ich mich mäch­tig ge­irrt.
Ges­tern war wie­der­mal Vater-Wandertag. Wir sind nach die­sem Wan­der­vor­schlag durch das Ge­lobt­bach­tal zum Zir­kel­stein ge­lau­fen. Da­bei habe ich im Wald diese Pilze ent­deckt, die ich noch nie vor­her ge­se­hen habe. Sie sa­hen aus wie auf­ge­blühte Bo­viste.

Pilze

Es sind Erd­sterne. Welch eine schöne Über­ra­schung!