Im Sommerwind

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„Wavelike" von Stephen West gestrickt aus „tosh merino light" von made­line­tosh (100% Merino - 384 m/Strang)

Zum ers­ten Mal habe ich ein Garn von Madelinetosh ver­strickt. Merino light ist ein ein­fä­di­ges Dochtgarn und wun­der­bar weich. Das Stricken war ein Genuss und das Tragen des Tuches wird es sicher auch sein. Die Empfängerin hätte es jeden­falls am liebs­ten gleich bei 35°C um den Hals gelegt ;).
Mir gefal­len die Farben sehr. Die Wolle wird nach tra­di­tio­nel­len Methoden in klei­nen Mengen hand­ge­färbt. Dadurch ent­steht eine sehr leben­dige Optik des Strickstückes. Ich mag diese Ungleichmäßigkeiten.

Als Hauptfarben habe ich für das Tuch „Dirty Panther" und „Fog" ver­wen­det. Obwohl der Panther viel dunk­ler ist als der Nebel, gibt es Bereiche, in denen sich die bei­den Farben fast glei­chen. Dadurch wird der strenge Streifenrhythmus stel­len­weise auf­ge­löst und es ent­steht ein ein­heit­li­cher Hintergrund, aus dem die geo­me­tri­schen Formen des Musters in den Knallfarben rich­tig her­aus­leuch­ten. Für die bei­den Dreiecke habe ich „Edison bulb" und „Tart" gewählt, für den Rand „Tomato".

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Madelinetosh ver­kauft die Garne im Strang, nicht nach Gewicht son­dern nach Lauflänge. Jeder Strang soll 384 m lang sein. Das waren etwas über 100 g.
Ich freue mich jedes Mal, wie die schön gewi­ckel­ten Wolltörtchen den Heuballen glei­chen, die zur Zeit immer wie­der an den Elbwiesen zu sehen sind.

Wavelike" ist unver­kenn­bar ein Design von Stephen West. Kleine Abweichungen von der übli­chen Tuchkonstruktion zei­gen hier eine tolle Wirkung. Für die Farbflächen sind ein paar ver­kürzte Reihen ein­ge­fügt. Die ganze Anleitung fin­det auf einer hal­ben Seite Platz. Sie ist sehr ein­fach nach­zu­ar­bei­ten, ein gutes Strickprojekt für den Urlaubskoffer.

OSTRALE

Kürzlich haben wir die Ausstellung jun­ger, zeit­ge­nös­si­scher Kunst im Ostragehege besucht. Unter dem Motto „Handle with care" sind in den alten, unsa­nier­ten Schlachthofgebäuden viele Werke der Genres Malerei, Plastik, Videokunst und Fotografie zu besich­ti­gen. Es ist eine sehr sehens­werte, anre­gende Zusammenstellung an einem unge­wöhn­li­chen Ort.

Ein paar Fotos kön­nen nur einen klei­nen Einblick geben.

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Die Räumlichkeiten und die Aktualität der aus­ge­stell­ten Kunstwerke bie­ten einen guten und not­wen­di­gen Kontrast zu dem, was im Stadtzentrum zu sehen ist.Ostrale1

Fotokurs

Ich weiß noch, wann es das letzte Mal gereg­net hat. Es war vorige Woche Montag, einer der ganz weni­gen Regentage, die wir in die­sem Sommer hier hat­ten. Inzwischen sind die Blätter der Birken schon gelb, man­che Platane schon kahl :(.

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Für die­sen einen ver­reg­ne­ten Tag hatte ich mich zu einem Fotokurs im Drogeriemarkt ange­mel­det. Seit Weihnachten habe ich einen neuen Fotoapparat, der mir aber in eini­gen Dingen immer noch sehr geheim­nis­voll erschien. Mit der Erwartung, etwas mehr aus mei­ner Kamera her­aus­zu­ho­len, bin ich also zum Kurs gegan­gen.
Zwei Stunden lang sollte drau­ßen foto­gra­fiert wer­den. Zwischen zwei rich­ti­gen Regengüssen haben wir das auch fast geschafft.

Im ers­ten Teil des Kurses ging es um die Einstellung und Bedienung des Fotoapparates.
Zunächst haben wir mit dem Belichtungsausgleich experimentiert.

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Dann wur­den die ver­schie­de­nen Möglichkeiten des Weißabgleiches ausprobiert.

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Es ging nicht darum, beson­ders schöne Fotos zu machen, son­dern um das Spielen mit den ver­schie­de­nen Einstellungen.

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Das dritte Thema war dann der Autofocus. Endlich habe ich den Digitalzoom wie­der­ge­fun­den! Den hatte ich bei mei­nem neuen Apparat ver­misst und bis­her ver­geb­lich gesucht.

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Der Kursleiter hat erst an sei­ner Kamera gezeigt, wo man die ein­zel­nen Einstellungen fin­det und dann jedem Teilnehmer bei der Bedienung des eige­nen Gerätes gehol­fen. Für mich war das Ganze sehr lehrreich!

Im zwei­ten Teil des Kurses sollte es um die inter­es­sante Motivwahl gehen. Da wir wegen des Regens in der Nähe des Einkaufscenters geblie­ben waren, musste der Kursleiter etwas impro­vi­sie­ren. Wir beka­men die Aufgabe, Motive in einer bestimm­ten Farbe zu suchen, um unse­ren Blick für Details zu schu­len. Gelb im groß­stadt­grau habe ich gewählt.

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Der dritte Teil des Kurses fand dann im Drogeriemarkt statt. Wir haben unsere inter­es­san­tes­ten Fotos aus­ge­druckt, an einer Pinwand aus­ge­stellt und besprochen.

Der Kurs mit Herrn Stolze war sehr inter­es­sant und lehr­reich. Er hat für mich das erwar­tete Ziel erfüllt. Ich habe eine Menge gelernt und kann jetzt trotz Regen schöne Schneckenfotos aufnehmen.

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PS:
Der Kurs war kom­plett kos­ten­los, auch die aus­ge­druck­ten Fotos. Zudem wur­den wir mit Saft und Keksen bewir­tet. Fand ich sehr toll!