Ein unglei­ches Paar

Passend zu mei­ner Bousta-Mütze woll­te ich mir ein Paar Handschuhe stri­cken. Den ers­ten habe ich im November gestrickt. Für den zwei­ten muss­te ich erst Wolle nach­kau­fen und dann kamen eine gan­ze Reihe Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke dazwi­schen. So konn­te ich die Strickarbeit erst in den letz­ten Tagen wie­der her­vor­ho­len. Ich hat­te alles gut auf­ge­schrie­ben, Wolle, Nadeln, ers­ter Handschuh, alles lag gut bei­sam­men und trotz­dem ist ein ganz unglei­ches Paar ent­stan­den.

Was war pas­siert?

Im Herbst letz­ten Jahres hat­te ich die­se Handschuhe gestrickt.

Peace de Resistance Mittens" von Bristol Ivy 

In der Anleitung wird auf ein Tutorial zur Farbdominanz ver­wie­sen. Aufgrund die­se Beitrages hat­te ich mich ent­schie­den, mei­ne Fadenhaltung zu ändern und die Kontrastfarbe als domi­nie­ren­de Farbe von vorn über den Finger zu füh­ren. Genauso hat­te ich es dann auch bei dem ers­ten Bousta-Handschuh gemacht. Diese schein­bar klei­ne Detail hat­te ich aber inzwi­schen wie­der ver­ges­sen und beim zwei­ten Handschuh lag die Hintergrundfarbe wie­der vorn. Es ist doch sehr erstaun­lich, wie groß der Unterschied ist!

Aufgefallen ist es mir schon unge­fähr in der Hälfte des Handschuhes. Aber weil es ein gutes Beispiel für die Farbdominanz ist, habe ich es so fer­tig gestrickt. Die Handschuhe sind für mich und so oft hal­te ich die Hände nicht direkt neben­ein­an­der ;). Selbst dann wer­den nur weni­ge sehen, dass es einen Unterschied gibt.

Lustig ist, dass ich eigent­lich die Jazz Hands noch­mal stri­cken woll­te, um die­sen Unterschied mal aus­zu­pro­bie­ren. Die Wolle dafür liegt schon da, aber das kann ich mir nun spa­ren.

3D Puzzle …

… oder Birne sucht eine Freundin ;).

Weihnachten hat­te ich „Birne" ver­schenkt und damit eine gro­ße Freude berei­tet.

Deer Head Trophy - 3D paper­craft model" von NokaPaperArt

Birne" ist nach Hamburg gezo­gen und hat nun auf beson­de­ren Wunsch Gesellschaft erhal­ten. „Kirsche" ist ihm gefolgt.

Papercraft toucan" von WastePaperHead

Das Basteln die­ser Papiermodelle macht mir gro­ßen Spaß, auch wenn ich bei den ganz klei­nen Teilen tüch­tig geflucht habe. Aber inzwi­schen habe ich eini­ges gelernt.
Ich habe ver­schie­de­ne Papierstärken und Kleber aus­pro­biert. Letztendlich habe ich mich für die­ses Papier und dop­pel­sei­ti­ges Klebeband ent­schie­den. Das Papier ist mit 160 g/m² gera­de dick genug, dass die Figur sta­bil bleibt und gera­de dünn genug, damit es auch in klei­nen Winkeln gut gefal­tet wer­den kann. Außerdem hat es auf einer Seite eine schö­ne Struktur, die ein biss­chen edel aus­sieht. Mit flüs­si­gem Kleber bin ich über­haupt nicht zurecht gekom­men. Mit dop­pel­sei­ti­gem Klebeband las­sen sich alle Klebestellen gut vor­be­rei­ten. Wenn man ganz vor­sich­tig ist, las­sen sich schon zusam­men­ge­kleb­te Teile anfangs auch noch­mal ablö­sen und kor­ri­gie­ren. Ich habe bemerkt, dass auch dop­pel­sei­ti­ges Klebeband trock­nen muss. Es ist bes­ser, beson­ders klei­ne Teile erst­mal eine Weile lie­gen zu las­sen, ehe man wie­der damit han­tiert.

Besonders schön am Tukan war, dass die Teile in der Klebereihenfolge num­me­riert waren. So blieb mir das lan­ge Suchen nach pas­sen­den Klebefalznummern erspart. (Der Tukan besteht aus 45 Teilen und hat fast 250 Klebestellen).

Auf die Idee gekom­men, sol­che Tiere zu bas­teln, bin ich über den Nähblog „Machwerk". Dort hat­te ich zum ers­ten Mal einen rie­si­gen Hirschkopf gese­hen. Vor kur­zem habe ich dann dort den kos­ten­lo­sen Bastelbogen für eine Hasen ent­deckt und auch inter­es­san­te Links zum Entwerfen sol­cher Figuren. Es reizt mich schon, dass selbst aus­zu­pro­bie­ren.

Kleine Meise

Zu Weihnachten haben wir ein Futterhäuschen bekom­men. Es hat eine sehr moder­nes Design und soll eigent­lich direkt an der Fensterscheibe ange­bracht wer­den, damit man die Vögel gut beob­ach­ten kann. Leider hat sich bis dahin nicht ein Vogel gewagt. Nun habe ich es vorn an der Balkonbrüstung befes­tigt und auch ein biss­chen geschmückt. Aber es ist immer noch kein Vogel zu sehen gewe­sen. Deshalb habe ich ges­tern die Wollreste durch­stö­bert und die Stricknadeln raus­ge­holt.

Blaumeise", gestrickt noch der Anleitung von Lesley Stanfield mit Nadeln Nr. 2,25 aus Jamieson & Smith 2 Ply Jumper Weight und ähn­li­chen Resten

Die Anleitung ist leicht nach­zu­stri­cken. Man hat zwar sehr vie­le Fadenenden, aber die kann man gut ver­kno­ten und als Füllmaterial belas­sen. Etwas schwie­rig war es, die Meise am Ende ordent­lich zusam­men­zu­nä­hen. Wie bei den Wichteln, die ich vor Weihnachten gestrickt hat­te, habe ich am Hals etwas ein­ge­reiht und beim Stopfen zwei Unterlegscheiben ein­ge­legt. So konn­te ich auf die Drahtfüße ver­zich­ten.

Nun sitzt die Meise in unse­rem Futterhäuschen. Mal sehen, ob sie Lockvogel oder Vogelscheuche ist ;).