Zarter Mohn

mohn1Gestickt nach einer Vorlage aus „Marie Claire Idees“ mit zweifädigem DMC-Stickgarn auf Leinen – als Geschenk für Martina, die in den letzten Wochen viele gute Gründe hatte, tüchtig zu feiern.

Eigentlich sollte es richtig roter Mohn werden, so wie Martina ihn liebt,  den sie vor allem als Signet für ihre Arbeit gewählt hatte, die wir Stichelhexen alle so schätzen. Ich hatte mir aber nur die Stickvorlage aufgehoben und wurde beim Kauf des Stickgarnes etwas von der Farbpalette überrascht. Martina hat sich trotzdem gefreut!

Liebe Martina, wir sind alle so froh, dass wir dich haben und dass du uns unermüdlich mit deiner „Zauberkraft“ und vielen nützlichen Tipps hilfst, wenn wir  wiedermal zu viel gestichelt haben oder uns anderweitig übernommen. Dafür möchte ich danke sagen! Und ich wünsche dir viel, viel Glück, dass es für dich so freudvoll, heiter, zufrieden, vergnügt  und beschwingt weitergeht, wie es gerade ist.

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Verzettelt

Irgendwie habe ich mich gerade ein bisschen verzettelt, zu viel angefangen. Mal da ein paar Maschen und dort ein paar Stiche – da wird nichts fertig. Vor lauter Unzufriedenheit möchte ich dann am liebsten wieder etwas Neues beginnen – so wird das nichts!

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Gerade jetzt im Juni, wenn wir die schönen langen Tage am liebsten draußen verbringen, habe ich mich gleich für zwei Pullover zum Teststricken angemeldet. Meine Berlinwolle ruft: Strick mich, strick mich ;), den Webrahmen habe ich schon Anfang Mai bespannt und ein paar kleine Nähprojekte habe ich auch begonnen. Dazu kommt, dass ich jetzt bis Ende Juli jede Woche ein Geschenk brauche.

So habe ich letzte Woche noch etwas angefangen. In meiner Restekiste lagen noch reichlich 200 g Cascade Yarns Ecological Wool in braun von dieser Jacke und 100 g Sirri Sirritógv 3 ply (100% Wolle – 165 m/100 g) in hellblau. Da hatte sich in diese Lieferung ein falscher Strang eingeschlichen. Daraus sind zwei Sitzkissen entstanden.

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Zuerst habe ich mit Nadel Nr.7 nach dieser Anleitung gehäkelt. Das wird sehr locker und geht deshalb richtig gut von der Hand. Nachdem ich am Donnerstagabend beim Stichelhexentreff das erste Kissen gehäkelt hatte, ist es gleich Freitag mit den Handtüchern in die Waschmaschine gekommen. Bei 60°C  und mit Vollwaschmittel gewaschen, ist es von 60 cm Durchmesser genau auf die gewünschten 40 cm geschrumpft. Glück gehabt und schön sieht´s auch aus! Das zweite ist dann Sonnabend in der Mittagspause im Garten fertig geworden.

In unserem Garten duftet es gerade wunderbar. Die alten Rosensorten verströmen einen angenehmen Wohlgeruch und die Pfingstrosen riechen richtig betörend. Bei der weißen waren die Knospen noch geschlossen und ich habe sie für die Vase abgeschnitten. Zu hause sind sie ganz schnell aufgeblüht und verbreiten jetzt hier ihre Duftwogen.

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Das Kissen ist auch als Untersetzer schön.

Farbenprächtig

Auf der Suche nach einem Platz, an dem ich mein neues Tuch fotografieren kann, bin ich an dem verwilderten Feld in Heidenau vorbeigekommen. Es liegt seit dem letzten Hochwasser brach und ist derweil ganz farbenprächtig mit vielen verschiedenen Wildblumen überwuchert – genau der richtige Kontrast zu den leuchtenden Farben meines Tuches.

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Heidenau2 nach der Anleitung „Ray Of Light“ von Elizabeth Brassard gestrickt mit Nadel Nr. 3,25 aus Wollmeise Pure (100% Merino – 525 m/150 g – 35 g Elsa und 165 g Okzident NIP F)

Die Anleitung sah ein Garn mit 200 m Lauflänge auf 100 g vor. Entsprechend meiner Maschenprobe habe ich bei allen Anschlägen 20% zugegeben. Aber das war wohl etwas zu viel. Der schöne Okzident-Strang reichte nicht aus und ich musste noch einen türkisen Zipfel stricken. Nun ist das Tuch 2,40 m lang geworden und doch viel, viel, viel zu groß. Also werde ich es wieder auftrennen und nochmal nach den Originalangaben stricken. Das wird dann mein Urlaubsprojekt, weil es sehr einfach zu stricken ist.

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Mit diesem schönen Blumenstrauß bin ich dann nach hause geradelt. Vom Mohn ist leider nicht viel übrig geblieben ;):