Schauweberei Braunsdorf

Auf dem Weg ins Vogt­land ha­ben wir am Wo­chen­ende die Schau­we­be­rei in Brauns­dorf be­sucht.
Ich weiß gar nicht, was mich am meis­ten be­ein­druckt hat:

das Kunst­hand­werk,

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die tech­ni­sche Per­fek­tion der al­ten Web­stühle,

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die fas­zi­nie­ren­den Klei­nig­kei­ten,

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die un­glaub­li­chen Wege der Fä­den,

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das Farb­spiel,

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oder der ge­webte Stoff.

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Die Web­säle ste­hen ver­las­sen, alt­ehr­wür­dig und ru­hig. Man schleicht prak­ti­sch vor­sich­tig durch ei­nen Raum, des­sen Geist man nicht aus sei­nem Schlaf we­cken möchte. Es riecht nach Holz und Ma­schi­nenöl. Ehr­fürch­tig be­trach­tet man die ge­niale Kon­struk­tion die­ser me­cha­ni­schen Ko­losse. Welch ein Lärm muss in ei­nem Web­saal ge­herrscht ha­ben!

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In der Mitte stan­den auch ei­nige Hand­web­stühle.
So ein ein­fa­ches Mus­ter könnte ich ei­gent­lich mit mei­nem We­brah­men auch mal aus­pro­bie­ren. Ein biss­chen juckt es mir in den Fin­gern, aber ich bin ge­rade da­bei, ei­nige ganz alte Pro­jekte wei­ter­zu­füh­ren. Die­sen Lauf möchte ich jetzt gar nicht un­ter­bre­chen.

Im We­ber­ei­ge­bäude be­fin­det sich in den bei­den Eta­gen über dem Mu­seum die Firma Cam­man. Dort wer­den noch heute auf tra­di­tio­nelle Art und Weise Bie­der­mei­er­stoffe ge­webt. Zum Tag des of­fe­nen Denk­mals am 11.09.2016 kann man die We­be­rei be­su­chen und Stoffe kau­fen.

Das Mu­seum ist nicht weit vom Schloß Lich­ten­walde ent­fernt. Ne­ben his­to­ri­schen Räu­men sind dort eine Sche­ren­schnitt­aus­stel­lung, eine um­fang­rei­che völ­ker­kund­li­che Samm­lung und mo­men­tan eine Uli-Stein-Sonderausstellung zu be­sich­ti­gen.
An das Schloß schließt sich ein Park an. Des­sen Er­kun­dung ha­ben wir lei­der nicht mehr ge­schafft.

In den Farben des Sommers

Es war gar nicht so auf­wän­dig wie ge­dacht ! Der Pen­ro­se­quilt ist fer­tig.

Penrose

„Pen­rose“ – hand­ge­näht und -ge­quil­tet – Ø 140 cm

Ei­gent­lich gibt es dazu nicht mehr viel zu­sa­gen. Ich hatte ja über den Näh­fort­schritt aus­führ­lich be­rich­tet. Jetzt habe ich noch die Um­risse der Sterne ge­quil­tet, dann den Rand ein­ge­schla­gen, im Ma­trat­zen­stich zu­sam­men­ge­näht und auch noch ge­quil­tet.

Nun wird der schöne bunte Som­mer­far­ben­quilt un­se­ren Wohn­zim­mer­ti­sch schmü­cken.

Die Nadeln getauscht

We­gen der som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren habe ich die Strick­na­deln ge­gen die Näh­na­del ge­tauscht.

Sommerkissen

Som­mer­kis­sen – 40 x 40 cm hand­ge­näht und -ge­quil­tet

Das Mus­ter heißt „Krä­hen­füße“ und habe ich hier ge­fun­den. Aber bei mei­ner som­mer­li­chen Farbaus­wahl er­in­nert zum Glück nichts an diese schwar­zen Bies­ter. Die Ba­tik­stoffe hatte ich alle noch in mei­nen Res­te­kis­ten und die drei Knöpfe sind aus der rie­si­gen Knopf­kiste, die eine Freun­din mal ge­schenkt be­kom­men hat.

Nun will ich mal se­hen, ob ich den Schwung der Näh­na­del aus­nut­zen kann und ein biss­chen was von mei­nem Patchwork-UFO-Berg ab­ar­bei­ten.
Ich habe mir mal den Penrose-Quilt her­aus­ge­kramt (und sehe hier, dass das Top schon im Sep­tem­ber 2012 fer­tig war – da wird es aber Zeit!).