Basteleien

strohsterne

Ich ha­be ei­ne neue Lei­den­schaft. Die­se Ster­ne sind schon im Som­mer ent­stan­den. Das ist ei­ne schö­ne Ar­beit, wenn es für Stoff und Wol­le zu warm ist. Aber auch jetzt macht es Spaß, Strohs­ter­ne zu le­gen. Es er­for­dert ein biss­chen Kon­zen­tra­ti­on, Aus­dau­er und Fin­ger­spit­zen­ge­fühl.

Auch am Bodden ist es schön

Nicht nur an der See­sei­te kann man auf dem Darß schö­ne Sa­chen ent­de­cken. Auch der Weg ent­lang am Bo­dden hat sei­ne Rei­ze. Vom Bo­dden selbst sieht man gar nicht viel, weil das Ufer mit ei­nem brei­ten Schilf­gür­tel be­wach­sen ist. Die feuch­ten Wie­sen vor dem Schilf aber wa­ren ge­ra­de von tau­sen­den Non­nen­gän­sen be­völ­kert. Es ist sehr be­ein­dru­ckend, die­ses Rau­schen zu hö­ren, wenn sie si­ch auf­ein­mal fast al­le in die Luft er­he­ben, da­von flie­gen und we­nig spä­ter wie­der lan­den.

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Be­son­ders gern schaue ich mir die vie­len reet­ge­deck­ten Häu­ser an. Es sind no­ch ei­ni­ge al­te Häu­ser zu fin­den, die we­nig oder stil­ge­recht sa­niert wur­den. Aber lei­der sprie­ßen auch im­mer mehr dicht ge­bau­te Neu­bau­ten aus der Er­de, de­nen der orts­üb­li­che Char­me fehlt.

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Auch di­rekt im Schilf­gür­tel ste­hen reet­ge­deck­te Häus­chen. Ob dort je­mand wohnt oder ob es nur Boots­häu­ser sind?

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Auf dem Weg nach Wus­trow ha­ben wir die Ge­le­gen­heit ge­nutzt und ein paar Fo­tos von mei­ner neu­en Lieb­lings­strick­ja­cke ge­macht.

ulyssejacke

nach der An­lei­tung Flaum von Jus­ty­na Lor­kow­ska ge­strickt aus De Rer­um Na­tu­ra Ulys­se (100% Me­ri­no – 185 m/50 g – 400 g Balei­ne Bleue)

Ich mag die Ja­cke sehr und ha­be sie auch schon oft ge­tra­gen. Die Wol­le ist wun­der­bar weich und fluf­fig, so­dass die Ja­cke sehr leicht ist. Ich ha­be lan­ge Är­mel ge­strickt und auch in der Ge­samt­län­ge 5 cm Bünd­chen zu­ge­ge­ben.

Der Schnitt ist sehr in­ter­es­sant. Es wird in der hin­te­ren Mit­te mit dem Kra­gen be­gon­nen. Die­se Ma­schen wer­den spä­ter still­ge­legt, um erst­mal den oberen Rü­cken und die Är­mel zu be­gin­nen. Ab Un­ter­arm wird der gan­ze Kör­per dann in ei­nem Stück ge­ra­de her­un­ter ge­strickt. Hier bin ich vom Mus­ter Fis­her­mens Rib zum Pa­tent über­ge­gan­gen. Wenn man die Rü­cken­par­tie ge­n­au an­schaut, sieht man ei­nen klei­nen Un­ter­schied. Das Pa­tent­mus­ter ist nicht ganz so vo­lu­mi­nös. Es lässt si­ch aber schnel­ler stri­cken und ver­braucht nicht ganz so viel Wol­le.
Die An­lei­tung ist für di­cke­res Garn ge­schrie­ben. Des­halb mus­s­te ich al­le Ma­schen­zah­len um­rech­nen. Ein­fach ei­ne grö­ße­re Grö­ße zu stri­cken, funk­tio­niert we­gen der Schnitt­form lei­der nicht.
In­zwi­schen gibt es von der De­si­gne­rin ei­ne ähn­li­che Ja­cke, bei der statt des Rip­pen­mus­ters ein in­ter­es­san­tes Loch­mus­ter ge­strickt wird.