Vom Eis verzaubert …

… bis die Fin­ger ge­fro­ren wa­ren und der Ak­ku vom Fo­to­ap­pa­rat leer.

(Für al­le, die län­ger stau­nen wol­len: Wenn man mit dem Maus­zei­ger auf das Fo­to geht, hält die Dia­show an.)

Gefitzt, gekimmt, genäht, gestickt

Vor be­stimmt mehr als 20 Jah­ren ha­be ich mir aus Ped­dig­rohr ein Brot­körb­chen ge­floch­ten. Es ist im­mer no­ch im Ein­satz und das gro­ße Kind hat­te si­ch ge­n­au so ein Körb­chen zu Weih­nach­ten ge­wünscht.
Er­st woll­te ich nach die­ser An­lei­tung ar­bei­ten. Das war gar nicht so ein­fach, weil ich vie­le Fach­be­grif­fe nicht kann­te. Zum Glück fand ich die­se gut be­bil­der­te Be­schrei­bung ein­zel­ner Ar­beits­schrit­te. Trotz­dem ha­be ich im ers­ten Ver­su­ch nur zwei Un­ter­set­zer ge­floch­ten. Das Ped­dig­rohr war viel zu dick, die Ver­ar­bei­tung mü­he­voll und an­stren­gend. Das Ge­flecht wur­de sehr fest und sta­bil. Aber in die Grund­be­grif­fe des Korb­flech­tens hat­te ich mi­ch wie­der ein­ge­ar­bei­tet. Was Fit­zen und Kim­men ist, wuss­te ich nun wie­der.
Al­so ha­be ich dün­ne­res Rohr ge­kauft, mein Körb­chen als Vor­la­ge ge­nom­men und neu be­gon­nen. Dann hat es rich­tig Spaß ge­macht und das Er­geb­nis war auch gleich brauch­bar.

Weil auf dem Wunsch­zet­tel no­ch mehr Kü­chen­zeug stand, ha­be ich da­zu pas­send ei­ne Koch­schür­ze ge­näht: nach die­ser An­lei­tung aus li­taui­schem Halb­lei­nen. Die An­lei­tung ist sehr de­tail­liert. Die Ma­ße ha­be ich mir vor­her in Zen­ti­me­ter um­ge­rech­net. Auf den Mil­li­me­ter kommt es da­bei nicht an. Die Wei­te ist va­ria­bel und die Trä­ger­län­ge wird ganz am En­de be­stimmt. Ein tol­les Mo­dell! Auch von dem Stoff kann ich nur schwär­men! Er ist ein biss­chen schwer und ließ si­ch ein­wand­frei ver­ar­bei­ten. Aus dem Rest ha­be ich no­ch ein Tuch für´s Brot­körb­chen ge­näht, da­mit es nicht so durch­krüm­melt.

Die Bre­zeln wa­ren schnell ge­stickt. Ich ha­be dar­auf ge­ach­tet, dass Vorder- und Rück­sei­te schön aus­se­hen.
Ein Stück­chen Stoff ist im­mer­no­ch da. Das wer­de ich mit Sashiko-Mustern be­sti­cken und ei­ne Tablet-Hülle nä­hen, dem­nächst hof­fent­li­ch ;).

Die Gestrickten

bunt­ge­rin­gel­te Hand­schu­he nach der An­lei­tung „Luf­fe“ von Lo­ne Kjeld­sen, ge­strickt mit Na­del Nr. 2,5 aus über­wie­gend Ja­mie­son & Smith 2 Ply Jum­per Weight (100 % Wol­le – 115 m/25 g – 50 g FC47mix und 65 g bun­te Mi­schung)

Die wa­ren zwar ein biss­chen auf­wän­dig, aber es hat sehr viel Spaß ge­macht zu se­hen, wie die Far­ben so ne­ben­ein­an­der wir­ken. 29 ver­schie­den Farb­tö­ne hat­te ich zur Ver­fü­gung, al­le 2x ver­wen­det, ei­ni­ge dann ein drit­tes Mal. Am En­de wa­ren für ei­nen Hand­schuh 130 Fä­den zu ver­nä­hen.

Noch­mal den 1898 Hat von Kris­ti­ne Byr­nes – wie­der ge­strickt aus 85 g Debbie Bliss Falk­land Aran (100% Me­ri­no – 180 m/100g – Far­be 02 black) mit Na­del Nr. 4,5

Dies­mal ha­be ich mir et­was ein­fa­cher ge­macht und den dop­pel­ten Bund durch ge­mein­sa­mes Ab­stri­cken bei­der Sei­ten ge­schlos­sen, al­so:
den pro­vi­so­ri­schen An­schlag auf­ge­löst und die Ma­schen mit auf die Na­del ge­nom­men,
die bei­den Na­de­len­den par­al­lel ge­legt, mit der Au­ßen­sei­te des Bun­des nach in­nen,
je­weils ei­ne Ma­sche der vor­de­ren und der hin­tern Na­del rechts zu­sam­men ge­strickt
und dann auf der rech­ten Na­del im­mer die er­s­te über die zwei­te Ma­sche ge­ho­ben (ab­ge­ket­tet).
Die ei­ne ver­blei­ben­de Ma­sche war dann gleich die er­s­te für das Kopf­teil.

Den bunt be­kleb­ten Kopf hat­te ich in mei­nem Ni­kolaus­stie­fel ge­fun­den. Das war schon ei­ne lus­ti­ge Idee, aber lei­der nur für das Fo­to­gra­fie­ren von schwar­zen Müt­zen ge­eig­net. Des­halb ha­be ich ihn mit Gips­bin­den über­kleis­tert.

„Ljós“ von Ysol­da Teague – ge­strickt mit Na­deln N. 3 und 3,25 aus Mi­xed Fleece So­ck Weight von S Twist Wool (100% un­ge­fär­bet Schaf­wol­le aus Ir­land: Galway-, Jacob- und Shet­land­fa­sern – 300 m/100 g – Far­ben und Ver­brauch auf den Ravelry-Projektseiten)

Ich ha­be das Ori­gi­nal­garn­pa­ket be­stellt und bin da­mit nicht ganz glück­li­ch ge­we­sen. Nach mei­nem Emp­fin­den sind es drei Braun­tö­ne, kein Grau. Hell”grau” und braun sind kaum von­ein­an­der zu un­ter­schei­den. Da­mit ist es sehr schwie­rig, die Rei­hen zu stri­cken, in de­nen bei­de Far­ben ver­wen­det wer­den. Ab­ge­se­hen da­von, ge­fällt mir die Wol­le sehr gut. Sie ist wun­der­bar la­no­lin­reich, ei­ne Wohl­tat für die Hän­de.
Für mi­ch war das Mus­ter ei­ne Her­aus­for­de­rung, weil es meh­re­re Rei­hen gibt, in de­nen mit drei Far­ben gstrickt wird. Da­zu sind no­ch Fä­den ein­zu­we­ben.

Bei der zwei­ten Müt­ze ha­be ich gleich am An­fang hell­grau und braun ver­wech­selt und das dann so bei­be­hal­ten.
An drei Stel­len ha­be ich das Mus­ter ein klein we­nig ver­än­dert:
in Run­de 34 die bei­den mitt­le­ren Ma­schen zu­sam­men­ge­strickt,
die Ab­nah­men von Run­de 43 in Run­de 44 ver­scho­ben, da­mit das klei­ne Mus­ter bes­ser sicht­bar bleibt und
ei­ne 47. Run­de ge­strickt – fort­lau­fend 2 Ma­schen rechts zu­sam­men.

Die Müt­ze hat ei­ne sehr gu­te Pass­form. Sie geht gut über die Oh­ren. Viel­leicht stri­cke ich mir auch no­ch so ei­ne Müt­ze. Von mei­nen zwei Garn­pa­ke­ten ist no­ch ge­nug Wol­le üb­rig.

Ein Paar So­cken ha­be ich no­ch ver­schenkt. Dar­über schrei­be ich noch­mal ex­tra, weil ich da­bei gleich mei­ne An­lei­tung für So­cken von un­ten ein biss­chen ver­bes­sert ha­be.