Zwei auf einen Streich

Mein zwei­ter Teststrick-Pullover ist auch schon eine Weile fer­tig und er wurde natür­lich am Sonnenblumenfeld auch gleich mit fotografiert.

rivers

nach der Anleitung „I fol­low rivers" von Regina Mößmer gestrickt aus Jaipur Silk Fino von BC Garn (100% Seide - 300 m/50 g - 170 g in Farbe h21) mit Nadel Nr. 2,5

Mir gefiel an dem Modell beson­ders der gelun­ge­nen Einsatzes des Pfauenmusters. Der Pulli wird am Halsausschnitt begon­nen und in einem Stück in Runden gestrickt. Nach der glatt rechts gestrick­ten Passe beginnt das Muster gleich­zei­tig mit der Zunahme für die Armkugeln.
Die Designerin ver­wen­det die Contiguous-Methode von Susie Myers (hier in deut­scher Über­set­zung). Ich hatte diese Methode schon ein­mal aus­pro­biert, war aber nicht so glück­lich damit. Bei die­sem Pulli lau­fen auf den Schultern acht Maschen als Sattel und anstatt der Zunahmen im Rückenbereich gibt es ver­kürzte Reihen. Dass ver­bes­sert die Passform und ver­mei­det die Lochreihe auf der Schulter. Trotzdem musste ich am Ende fest­stel­len, dass die Schnittform für meine Schultern nicht so geeig­net ist. Der Pullover sitzt nicht rich­tig. Ich kann ihn zwar kurz­zei­tig pas­send zu recht zie­hen, aber sobald ich mich bewege, ver­rutscht er irgend­wie.
Das liegt sicher auch am Garn. Die reine Seide ist eben sehr glatt und gut fal­lend. Leider kann ich Jaipur Silk Fino von BC Garn gar nicht emp­feh­len. In den 170 g hatte ich 13 Knoten und 3 Zwirnfehler. Sehr schade, denn das Maschenbild gefällt mir gut und es war auch ange­nehm zu ver­stri­cken. Bei der ers­ten Wäsche ist der Pullover noch etwas gewach­sen. Das wird aber am Pfauenmuster lie­gen, denn auch die ande­ren Teststrickerinnen muss­ten diese Erfahrung machen. Wer das Modell also nach­stri­cken möchte, sollte eine groß­zü­gige Maschenprobe machen und diese gut span­nen.
Etwas unan­ge­nehm finde ich, dass sich das Muster über der Brust so aus­ein­an­der zieht. Dafür gibt es aber in der Endfassung der Anleitung eine Lösung. Ich habe erst über­legt, ob ich mei­nen Pulli noch­mal bis dahin auf­trenne. Aber wegen der vie­len Ansatzstellen habe ich dann dar­auf verzichtet.

Die Anleitung wird in den nächs­ten Tagen ver­öf­fent­licht. Dann ergänze ich oben den Link.

sonnenblumen

Nichts und dunkle Kirsche(n)

Nein, nein - kein Diättipp hier ;). Das sind die bei­den Farben mei­nes neuen Wollmeise-Pullovers.

dunkle kirsche

Teststrick für die Anleitung „Indigo Grey" von Claudia Eisenkolb, gestrickt aus „Pure" von Wollmeise (100% Merino - 525 m/150 g - 285 g Dunkle Kirsche und 112 g Nichts für Größe L) mit Nadel Nr. 3,25

Der Pullover wird an der Schulterpasse begon­nen. Anschließend strickt man Vorder- und Rückenteil an. Entgegen der Anleitung habe ich im zwei­far­bi­gen Teil Haupt- und Kontrastfarbe getauscht. Für das zwei­far­bige Krausmuster wer­den die bei­den Farben abwech­selnd ver­wen­det. Man braucht also nie mit zwei Fäden gleich­zei­tig zu stri­cken, muss aber unbe­dingt berück­sich­ti­gen, dass sich das Muster sehr in die Länge dehnt! Ich habe das Strickstück im Laufe der Arbeit mehr­mals zwi­schen feuch­ten Tüchern gespannt. Man kann sich aber auch auf Claudias Maschenprobe von 4 Reihen pro Zentimeter verlassen.

Der ganze Pullover kommt ohne Nähte aus. Der Bund ist durch ver­kürzte Reihen hin­ten etwas län­ger und endet mit einem schö­nen Kordelrand. Die Ärmel wer­den von oben nach unten gleich ange­strickt. Das sau­bere Aufnehmen der Maschen aus den Kanten von Vorder- und Rückenteil war für mich eine kleine Herausforderung und ist auch nicht ganz per­fekt gelun­gen. Beim nächs­ten Mal würde ich viel mehr Maschen auf­neh­men und dann auf die benö­tigte Zahl redu­zie­ren, so ähn­lich wie bei einer halb­run­den Sockenferse.

dunkle kirsche2

Letzten Sonntag habe ich trotz Hitze ein paar Tragefotos machen las­sen. Wir hat­ten schon eine vier­stün­dige Wanderung hin­ter uns und eigent­lich wollte ich nur noch nach Hause. Aber dann sind wir an dem herr­li­chen Sonnenblumenfeld vor­bei gekommen.

Momentan liegt der Pullover zwar im Schrank, aber im Herbst wird er ein Lieblingsstück werden.

In Kürze wird es auch die deut­sche Fassung der Anleitung geben.

Im Wasser

Letzten Sonnabend haben wir end­lich unse­ren lang geplan­ten Ausflug in den Spreewald gemacht. Natürlich waren wir nicht die Einzigen, die diese Idee hat­ten und so waren zu Wasser viel zu viele Leute unter­wegs: Gaudi-Paddler, Kampf-Paddler und eben wie wir Genuss-Paddler. Es gab nur wenige Stellen, an denen wir uns in aller Ruhe trei­ben las­sen, beob­ach­ten und genies­sen konn­ten, was am Ufer und im Wasser wächst, was kreucht und fleucht.

Spreewald2 Spreewald3 Spreewald1

Das Schöne ist, dass die Spreewälder ihre Vorgärten zur Kanalseite hin anle­gen. So konn­ten wir rund um Leipe eine wun­der­bare Blütenpracht beobachten.