Kleine Herausforderung

Rheinlust2

nach der An­lei­tung „Rhein­lust“ von Me­la­nie Berg ge­strickt mit Na­del Nr. 3 aus „No. 4 So­fi­s­tica“ von Hanne Fal­ken­berg (60% Baumwolle/40% Lei­nen – 195 m/ 50 g – 250 g schwarz

Die­ses Strick­pro­jekt er­for­dert et­was Auf­merk­sam­keit und Kon­zen­tra­tion. Be­son­ders der An­fang des Tu­ches war sehr müh­sam. In Hin- und Rück­reihe muss nach Strick­schrift ge­strickt wer­den. Erst bei der zehn­ten Wie­der­ho­lung hatte ich das Mus­ter mit Hilfe ei­ni­ger Esels­brü­cken im Kopf. Jede zweite Ma­sche wird ver­schränkt ge­strickt. Vor­al­lem die vie­len links ver­schränk­ten Ma­schen in den Rück­rei­hen wa­ren an­stren­gend, weil das Baumwoll-Leinen-Garn über­haupt nicht elas­tisch ist. Da­für er­gibt sich aber ein sehr gleich­mä­ßi­ges, plas­ti­sches Ma­schen­bild.

Rheinlust1

Das Tuch ist rie­sen­groß ge­wor­den. Es hat 2 m Spann­weite und ist in der Mitte 62 cm breit. Da­bei musste ich am Ende eine ganze Menge Rei­hen weg­las­sen, weil mein Garn zu Ende ge­gan­gen war. Ei­gent­lich müsste der krause Zip­fel noch viel län­ger sein.
Die Rand- und die Ab­kett­ma­schen habe ich ein biss­chen mo­di­fi­ziert. Ge­naue An­ga­ben dazu ste­hen auf der Ravelry-Projektseite.

Ich habe das Garn No.4 So­fi­s­tica von Hanne Fal­ken­berg zum ers­ten Mal ver­strickt. Es ist ein gu­tes Som­mer­garn, an­ge­nehm kühl auf der Haut. Es soll so­gar wasch­ma­schi­nen­fest sein. Das habe ich noch nicht aus­pro­biert. Bei der ers­ten Hand­wä­sche hat es furcht­bar viel Farbe ab­ge­ge­ben. An der Garn­struk­tur hat sich aber nichts ge­än­dert.
Lei­der kann man die Falkenberg-Garne nicht „lose“ kau­fen, son­dern nur als Garn­pa­kete für be­stimmte Mo­delle. Ich hatte das Garn­pa­ket „Blues“. Aus den ver­blie­be­nen Knäuel möchte ich ein kurz­ärm­li­ges Som­mer­jäck­chen stri­cken. Noch fehlt mir die zün­dende Idee.

Frühsommertour

Wie­der diese schöne Wan­de­rung, weil ich die Lu­pi­nen so mag und den Fin­ger­hut, die wilde Ka­mille und die Korn­blu­men. Nur Schmet­ter­linge wa­ren dies­mal lei­der kaum zu se­hen.

Sommer2

Nun gut, die Fo­tos glei­chen sich ein biss­chen. Aber es ist ein­fach schön, ge­nauer zu schauen, was am We­ges­rand so wächst, kreucht und fleucht.

Sommer1

Zu un­se­rer Über­ra­schung ha­ben wir schon An­fang Juni Pilze ge­fun­den. Den ers­ten ha­ben wir ste­hen ge­las­sen, den zwei­ten dann doch in Hoff­nung auf wei­tere mit­ge­nom­men. Aber weil ein Ge­wit­ter auf­zog, sind wir dann lie­ber auf schnells­tem Weg die Straße ent­lang ge­lau­fen. Also gab es noch keine Pilz­mahl­zeit.

Sommer3

Tuch 3 vom Mai

Der Mai war für mich ein Tücher-Strick-Monat. Beim Vier­ten sind noch ein ei­nige Rei­hen zu stri­cken, aber von Nr. 3 habe ich am Wo­chen­ende ein paar Fo­tos ge­macht. Die Pfingst­ro­sen blü­hen im Gar­ten lei­der im­mer noch nicht. Da­bei hätte ihre Farbe gut zum Tuch ge­passt.

Behm4nach der An­lei­tung „Mrs. Wat­son“ von Mar­tina Behm ge­strickt mit Na­del Nr. 3 aus RUPPERT La­cashmi (70% ex­tra­feine Lamm­wolle, 30% Kasch­mir – 50 g/ 375 m – 48 g au­ber­gine, 56 g vel­vet)

Mar­tina Behm hat ein neue Tuch-Strickweise ent­wor­fen, die ei­nem quer­ge­strick­ten Tuch mehr Breite gibt. In­zwi­schen gibt es von ihr vier An­lei­tun­gen für diese Strick­art. Au­ßer­dem habe ich bei Ra­velry wei­tere vier Mus­ter ge­fun­den, bei de­nen die­ses Prin­zip mehr oder we­ni­ger krea­tiv über­nom­men wurde.

Ich habe mich für die zwei­far­bige Va­ri­ante mit dem schö­nen Blatt­mus­ter ent­schie­den. Beim An­blick des Far­nes musste ich im­mer gleich an das Tuch­mus­ter den­ken.

Behm1(kleine Farb­spie­le­rei – kein zwei­tes Tuch 😉 )

Das Ori­gi­nal ist aus we­sent­lich di­cke­rem Garn ge­strickt und die Grö­ßen­an­pas­sung hat mir ein biss­chen Mühe be­rei­tet. Da­bei ist es – im Nach­hin­ein be­trach­tet – ganz ein­fach.

Behm2

Das Tuch ist nicht sym­me­trisch. Mit dem Zu­nah­me­teil be­stimmt man die ma­xi­male Breite und die Länge. Die Sei­ten­länge ist die halbe Länge des Tu­ches. Vom Garn hat man bis da­hin 1/3 ver­braucht.
Schon nach dem zwei­ten Blatt kann man aus­rech­nen, wie viele Mus­ter­sätze für die ge­wünschte Länge be­nö­tigt wer­den, weil jede Wie­der­ho­lung ge­nauso breit wird (klei­ner grü­ner Pfeil links un­ten). Die zu­sätz­lich be­nö­tig­ten Wie­der­ho­lun­gen habe ich gleich­mä­ßig auf die drei ver­schie­de­nen Blatt­mus­ter ver­teilt (3x 1, 4x 2, 5x 3). Weil ich im Zu­nah­me­be­reich 4 Blät­ter mehr ge­strickt habe, musste ich auch im zwei­ten Teil des Tu­ches 4 Blät­ter mehr stri­cken. Blatt 7 bis 9 sind auf der lin­ken Seite sehr schmal, des­halb sind die zu­sätz­li­chen Blät­ter auf die Mus­ter 4 – 6 ver­teilt (6x 4, 2x 5, 2x 6, je 1x 7-9).

Vor dem Wa­schen war das Tuch un­ge­fähr 160 cm lang, da­nach ohne Span­nen 190 cm. An der Spitze ist es 45 cm breit. Das Garn ist wun­der­voll weich, ver­strickt sich „wie schwe­ben“ und ge­winnt durch das Wa­schen sehr an Vo­lu­men. Es ent­steht ein fe­der­leich­tes, schmu­se­wei­ches, dich­tes Ge­strick. Frau Rup­pert schreibt auf ih­rer Shop­seite „ein ab­so­lu­tes Traum­garn“. Dem kann ich ohne Ein­schrän­kung zu­stim­men.