Die verstrickte Dienstagsfrage 20/2012

Vom Wollschaf gibt es heute die Frage aus dem Archiv vom 22.03.2005:
Wie sehen deine Aufzeichnungen für Strickprojekte aus? Strichliste, Tabellenkalkulation, Skizzen? Oder notierst du gar nichts?

Meistens mache ich mir Notizen.
Manchmal sind es nur kleine Zettel, auf denen Maschen- und Reihenzahlen stehen, damit ich später noch weiß, wie es weitergeht, wie groß die erste Socke ist oder wie ich beim ersten Ärmel zugenommen habe. Diese Zettel werfe ich weg, wenn die Sache erledigt ist.
Manchmal mache ich mir kleine Notizen gleich in das Anleitungsheft. Ich unterstreiche die gewählten Größen und schreibe die Nadelstärken dazu. In Büchern mache ich das aber nicht. Dort schreibe ich nur rein, wenn die Anleitung einen Fehler enthält.
Wenn ich eine Anleitung ausgedruckt habe, schreibe ich gleich alles dazu. Alle die  ich eventuell nochmal brauchen könnte, sammle ich in einem Ordner. Der wird aber auch immer wieder mal ausgemistet.
Und dann habe ich noch Hefte. Dort sind die selbsterdachten Sachen drin und die Projekte, bei denen ich nicht erst die ganze Anleitung ausgedruckt, sondern die wichtigsten Dinge notiert habe. In diesen Heften sind die Sachen schon mal mit dem Bleistift „vorgestrickt”, hier zum Beispiel die Raglan-von-oben-Jacke mit den verkürzten Reihen.

 

Strichlisten mache ich nicht, weil ich einen Reihenzähler benutze. Meistens ist er gleichzeitig noch Markierer für eine Zunahmestelle oder den Reihenanfang. Ich finde die Dinger praktisch.
Bei Tüchern und Schals gibt es meistens eine Wiegeliste. Wenn so 75% des Garns verbraucht sind, fange ich an nach jedem Mustersatz das Knäuel zu wiegen, um möglichst wenig übrig zu haben.
Eine Exel-Tabelle habe ich aber auch noch. Dort ist mein ganzer Wollvorrat aufgelistet, mit Notizen, was daraus mal werden könnte. Momentan sind es 26 Posten mit einer Summe von 6830 g.

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Fotos von Gemma F.

 
Das Tuch in seiner ganzen Größe


und im Detail.

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Entdeckt

In den letzten Tagen habe ich einige tolle Sachen entdeckt:

Jana hat wieder ein Fisch-Muster von M. C. Escher nachgestrickt. Lest doch mal bei ihr, wieviel Mühe sie sich damit gibt. Ich bewundere immer ihr genaue Ausarbeitung der Feinheiten und ihre Geduld.

Liesel Niesner, die Autoren der Bücher „Liesels Fünfecke” und „ Liesels Sechsecken-Technik”, bloggt jetzt auch. Ich finde es toll, dass sie sich mit 75 Jahren dazu entschlossen hat.   Hier könnt ihr zum Beispiel einen Blick in ihre LiBellchen-Kiste werfen. Die Sammlung sieht aus wie aus tausendundeiner Nacht.

Bei Bente und bei Grit gibt es  raffinierte Kaleidoskopquilts zu sehen. Bente beschreibt auch, wie sie die Teile zugeschnitten hat. Ich hatte da noch eine Methode im Kopf, bei der man auf durchsichtige Schablonen Musterdetails zeichnet, um gleiche Teile zuzuschneiden. Ein Mal habe ich das gemacht. Es war sehr aufwändig und ganz viel Verschnitt. Zum Glück geht es viel einfacher, wenn man sich ein bisschen mit dem Zufall einlassen kann.

Zum Schluss zeige ich euch noch die zwei Pyramidentaschen, die ich gestern verschenkt habe. Sie waren sehr schnell und einfach zu nähen (nur 7 Nähte). Beim nächsten Mal mache ich ein paar Fotos vom Werdegang. Die Dunkle hat die richtige Größe für das kleine Unterwegsstrickzeug. Die Große sieht wohl mehr nach Schlafbeutel für den Kindergarten aus (O-Ton der Stichelhexen :) ).

 

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Ein Tuch für Geduldige

Nun, es ist mehr ein Schal – 250 cm lang und in der Mitte 25 cm breit. Ein wirklich wunderschöner Schal! Am Wochenende werde ich im Garten noch ein paar Fotos machen, die diese ganze Schönheit zeigen. Gestern habe ich nach dem Gewitter am Fenster wenigstens einen Ausschnitt fotografiert.

 
Das Tuch heißt Gemma F. und ist von Jana entworfen. Ich habe etwas dickeres Garn genommen: BC Garn Silkbloom Extra Fino (55% Merino, 45% Seide -  300 m/50 g) in zwei Blautönen (Farbe 10 15g, Farbe 11 65g) und mit der Nadel Nr. 3,5 gestrickt. Dabei habe ich 120 Maschen weniger angeschlagen. Ich bewundere alle, die das Tuch mit 447 Maschen stricken. Am Beginn des Lacemusters verdoppelt sich die Maschenzahl und für das Abketten mit diesem zauberhaften Mäusezähnchenrand habe ich fast 3 Stunden gebraucht.

 

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Impressionen aus Worpswede Teil 3

Ein paar schöne Fotos habe ich noch von unserer Urlaubswoche.

Natürlich habe ich auch ein bisschen genäht und gestrickt. Mein Penrose-Quilt ist um einige Teile gewachsen, aber das lohnt sich noch nicht zum Zeigen. Die Raglan-von-oben-Jacke ist auch nicht fertig geworden, aber endlich der Schal aus Kidsilk Haze Stripe, den ich schon im November begonnen hatte. Er ist 25 cm breit und 140 cm lang. Jetzt kann ich ihn zwar nicht tragen, aber ich fürchte, der nächste Winter kommt doch.

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