Der neue Schal …

… ist schön, aber ich möchte ihn doch am al­ler­liebs­ten gleich in den Schrank räu­men. Es muss doch end­lich mal Früh­ling wer­den! Heute sah es zu­min­dest schon so aus, auch wenn der Wind noch ein biss­chen kalt war. Ich bin zur Elbe ge­fah­ren, um das neue Stück zu fo­to­gra­fie­ren. Da­bei wurde ich aus­gie­big be­ob­ach­tet.

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Wahr­schein­lich hatte die En­ten er­war­tet, dass ich Fut­ter aus mei­ner Ta­sche hole.

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Der Grau­rei­her ist gleich weg­ge­flo­gen und die Gänse ha­ben sich in al­ler Ruhe wei­ter ge­putzt. Ein Damp­fer kam auch ge­rade noch vor­bei.

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Zick­zack­schal von Christy Kamm – ge­strickt ge­nau nach An­lei­tung aus „Mille Co­lori Baby“ von Lang (100% Me­rino -190 m/50 g – je100 g in den Far­ben 51 und 52) mit Na­del Nr. 3

Das Mus­ter ist kin­der­leicht zu mer­ken und zu stri­cken. Es wer­den im­mer nur 12 Ma­schen wie­der­holt, fort­lau­fend in Hin- und Rück­reihe. Al­ler zwei Rei­hen wird die Farbe ge­wech­selt. Das ist al­les. Des­halb war der Schal mein Ur­laubs­strick­pro­jekt. Die erste Hälfte ist wäh­rend­des­sen auch fer­tig ge­wor­den.

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Ob­wohl die bei­den Far­ben sich doch deut­lich un­ter­schie­den, ent­stand ein sehr har­mo­ni­sches, in­ter­es­san­tes Farb­spiel. Der Farb­ver­lauf wie­der­holt sich in den Knäuel nicht, die Far­ben ind im­mer wie­der an­ders an­ge­ord­net. Das Stri­cken hat viel Spaß ge­macht, weil ich neu­gie­rig war, wie die nächs­ten Rei­hen aus­se­hen wer­den.

Ob­wohl das Mus­ter ein­fach ist, muss man sich am An­fang et­was kon­zen­trie­ren und im­mer mit­zäh­len. Spä­ter sieht man deut­lich, was man stri­cken muss. Feh­ler sollte man aber mög­lichst ver­mei­den, denn die „Mille Co­lori Baby“ ist ein ein­fä­di­ges Dochtgarn, dass sich nur ganz schwer wie­der auf­tren­nen lässt. Man sollte auch dar­auf ach­ten, dass sich die bei­den Fä­den nicht zu sehr ver­dre­hen, weil sie sonst schnell eine schwer auf­lös­bare Ver­bin­dung ein­ge­hen. Also beim Rei­hen­wech­sel ab­wech­selnd in und ge­gen die Uhr­zei­ger­rich­tung dre­hen!

Nun gibt es noch ei­nen klei­nen Au­gen­schmaus. Am Strand musste ich im­mer wie­der zum Farb­spiel pas­sen­des Strand­gut su­chen und fo­to­gra­fie­ren.

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13. Wollfest in Bad Schandau

Mor­gen fin­det im Na­tio­nal­park­zen­trum In Bad Schandau zum 13. Mal das Woll­fest statt. Ich werde wie­der mit Frau Ringat vom Dresd­ner Woll­ge­schäft „Nach Strick und Fa­den“ im Strick­café sein.
Weil dies­mal ganz viel Woll­mei­sen­wolle im An­ge­bot sein wird, habe ich zur In­spi­ra­tion ei­nen Pfau­en­mus­ter­schal ge­strickt. Wer eine Strick­na­del Nr. 3 mit­bringt, kann gleich vor Ort an­schla­gen!

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Pfau­en­mus­ter­schal aus ei­nem Strang Woll­meise „Pure“ (100% Me­rino – 525 m/150 g – Farbe Tür­kis und Kar­neol), ge­strickt mit Na­del Nr. 3

Das Pfau­en­mus­ter sieht nach dem Stri­cken ein biss­chen krum­pe­lig aus, aber nach dem Span­nen ent­fal­tet sich die ganze Schön­heit. Von 22 x 157 cm ist der Schal da­durch auf 26 x 180 cm ge­wach­sen.
Be­son­ders glück­lich war ich über die Farb­ver­tei­lung, die sich durch die ge­wählte Ma­schen­zahl ein­fach so er­ge­ben hat. Es ent­steht der Ein­druck, als ob im­mer zwei Rei­hen ein­far­big tür­kis und zwei Rei­hen grün-gelb-orange ge­strickt wä­ren. Das wird auch da­durch be­güns­tigt, dass ich die Zwi­schen­rei­hen glatt rechts ge­strickt habe.

Für das Woll­fest habe ich noch ei­nen an­de­res schö­nes Schal­mus­ter vor­be­rei­tet und meine Freun­din Ma­nuela wird euch zei­gen, wie schön Stuhl­kis­sen ge­hä­kelt und ge­filzt wer­den. Wer mit­ma­chen möchte, bringt eine Hä­kel­na­del Nr.7 mit.

Überland

Ei­nen Ur­laubs­tag ha­ben wir wie­der ge­nutzt, we­nigs­tens ei­nen klei­nen Ein­druck vom Le­ben in Ägyp­ten zu be­kom­men. Die Ziele der Fahrt wa­ren der As­su­an­stau­damm, der Horus- und der Isis-Tempels. Aber an­ge­sichts des­sen, was wir auf der stun­den­lan­gen Fahrt durch Städte und Dör­fer ge­se­hen ha­ben, wur­den diese Bau­werke fast zur Ne­ben­sa­che.

Im Ho­rus­tem­pel in Edfu

Der Tem­pel wurde un­ge­fähr 300 v.u.Z. von den Grie­chen ge­baut. Lange Zeit lag er un­ter Sand ver­schüt­tet. Erst im 19. Jahr­hun­dert wurde er aus­ge­gra­ben. Des­halb ist er noch sehr gut er­hal­ten.

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Erst am spä­ten nach­mit­tag ka­men wir am As­su­an­stau­damm an. Ich hatte ein viel grö­ße­res, ge­wal­ti­ge­res Bau­werk er­war­tet. Aber der Blick auf den rie­si­gen Stau­see, er ist 500 km lang, war doch be­ein­dru­ckend.

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Der Stau­damm dient ei­ner­seits der En­er­gie­ge­win­nung und an­de­rer­seits der Was­ser­re­gu­lie­rung im Nil.