Sommerfest

In die­sem Jahr hat­te uns Ute in ihren schö­nen Garten zum Sommerfest ein­ge­la­den. Der Regen hat tat­säch­lich für die­se Nachmittagsstunden eine Pause gemacht und so konn­ten wir auf die Leinen hän­gen, was im letz­ten Jahr ent­stan­den ist.
Unser Gestricktes und Genähtes pass­te wun­der­bar in Utes Blumenparadies. Seht selbst - es ist ein klei­ner Augenschmaus.

Für mich war das Sommerfest wie immer Motivation, ein paar Dinge fer­tig­zu­stel­len, die schon lan­ge in einer Kiste schlum­mer­ten. In den nächs­ten Tagen zei­ge ich sie noch­mal extra.

Zick-Zack-Top

Jetzt gab es im Lieblingswolleladen von dem Linodoro noch ein schö­nes hell­blau. Da muss­te ich doch gleich noch­mal etwas mit­neh­men. Eine Idee dafür fand sich auch schnell: das Zick-Zack-Top vom Marianne Isager aus dem Buch „Stricken á la car­te". Das Buch ist inzwi­schen schon fast ein Klassiker. Die ursprüng­li­che Ausgabe wur­de durch zwei Nachfolgebände abge­löst. Ich weiß gar nicht, ob die Anleitungen genau über­nom­men wur­den oder ob es eine Überarbeitung gab. Das Original-Buch erfor­dert jeden­falls eine gan­ze Menge Strickkenntnisse und Vorstellungskraft, um die Modelle erfolg­reich nach­zu­ar­bei­ten. Die Anleitungen lesen sich mehr wie Notizzettel mit ein paar Maschenzahlen und Tipps, die man einer Strickfreundin auf­schreibt, die weiß, war­um es geht. (Vielleicht bin ich von vie­len guten Anleitungen bei Ravelry inzwi­schen ver­wöhnt, schließ­lich hat­te ich die Zick-Zack-Jacke vor über 10 Jahren auch hin­be­kom­men. Ich erin­ne­re mich aber auch an eini­ge schwie­ri­ge Passagen. Hier ist die Jacke ein biss­chen zu sehen. Inzwischen ist sie „auf­ge­braucht", die Ärmel sind durch­ge­wetzt.)

Zick-Zack-Top von Marianne Isager - gestrickt mit Nadel Nr. 3 aus Linodoro von Schulana (15% Leinen, 85% recy­cel­tes Leinen - 140 m/50 g - 140 g Farbe 8, je 50 g Farben 2 und 22)

Weil mein Garn dün­ner war als ange­ge­ben, habe ich Größe M gestrickt, um S zu erhal­ten. Am Rückenteil habe ich genau­so einen Ausschnitt wie vorn gestrickt. Ein Sommertop kann schon ein biss­chen luf­tig sein. Mit den seit­lich Abnahmen habe ich etwas spä­ter begon­nen.
Ursprünglich woll­te ich das Top ein­far­big stri­cken. Dann fiel mir ein, dass ich noch zwei Probierknäuel von dem Garn hat­te, die eigent­lich mit ver­ar­bei­tet wer­den könn­ten. So habe ich wie­der den Random Stripe Generator benutzt und gleich beim ers­ten Versuch eine schö­ne Streifenfolge erhal­ten.

Inzwischen habe ich das Top schon oft getra­gen und ich bin sehr ange­tan von dem Leinen. Es ist ein rich­tig gutes Sommergarn.
Die Fotos sind bei einer Wanderung über den Rauenstein ent­stan­den. Da pass­te das Muster sogar zum Zickzack des Geländers ;).

Den Weg über den Rauenstein kann ich für eine klei­ne Sonntagswanderung sehr emp­feh­len. Von Stadt Wehlen aus geht es sehr abwech­lungs­reich im wahrs­ten Sinne des Wortes über Stock und Stein zum Gipfel. Dort kann man sich in einer klei­nen Bergwirtschaft stär­ken.

Besser ist es, man hält noch ein Stündchen aus und läuft über Weißig, an den Eulensteinen vor­bei zur Johann-Alexander-Thiele-Aussicht und der Malerweg-Kapelle und von dort aus nach Thürmsdorf. Gleich am Schloß kann man in der Schokoladenmanufaktur vie­le lecke­re Sachen genie­ßen. Zurück nach Wehlen geht es dann über den Kleinen Bärenstein. Dort liegt noch das Robert-Sterl-Haus am Wege.
(Eine Karte zur Tour gibt es hier.)

Verschenkt

Nun ist die Decke ver­schenkt und ich den­ke, sie ist auch ganz gut ange­kom­men. Bestimmt wur­de sie schon ein paar Mal für das Mittagsschläfchen benutzt.

Ich habe rings­her­um noch einen Kordelrand gestrickt. Dabei habe ich mit zwei Knäuel gear­bei­tet. Mit dem ers­ten Knäuel habe ich Maschen aus der Seite auf­ge­nom­men und dabei gleich die ver­blie­be­nen Fäden der Randteile ein­ge­webt. Wenn die Nadel voll war, habe ich am ande­ren Ende begon­nen und mit einer Kordel über 3 Maschen abge­ket­tet.

In der unte­ren Reihe ist die Rückseite der Decke zu sehen. Im Prinzip habe ich alle Fadenanfänge und -enden in den Nachbarteilen ein­ge­webt. Es sieht zwar nicht ganz so schön aus, aber die Alternative wäre gewe­sen über 1400 Fäden zu ver­nä­hen. So waren es nur die 17, die ich ver­schus­selt hat­te.