Gehäkelt und gefilzt

Pas­sen­de Sitz­kis­sen für die Holz­stüh­le stan­den schon lan­ge auf mei­nem Hand­ar­beits­plan.

Wie­der ha­be ich mich an die­ser An­lei­tung für das Spi­ral­mus­ter ori­en­tiert, dies­mal aber dün­ne­re Wol­le be­nutzt – Létt­lo­pi von Ís­tex (100% Wol­le – 100 m/50 g – 140 g Far­be 9414 und 75 g Far­be 1410 für 2 Kis­sen).
Ich ha­be mit Na­del Nr. 5,5 lo­cker ge­hä­kelt bis 60 cm Durch­mes­ser er­reicht wa­ren. Nach dem Fil­zen in der Wasch­ma­schi­ne sind die Kis­sen nun 40 cm groß, auf­grund der dün­ne­ren Wol­le aber nicht so dick wie die­se.

Ein­mal da­bei, muss­te auch gleich noch ei­ne Res­te­tü­te mit Létt­lo­pi und et­was Ku­rey­on von No­ro ver­schwin­den. Nach 10 Run­den im Spi­ral­mus­ter ha­be ich oh­ne Zu­nah­men wei­ter­ge­hä­kelt bis die Tü­te leer war.

Von ge­hä­kel­ten 30 cm Durch­mes­ser sind nach dem Fil­zen 20 cm üb­rig ge­blie­ben. Beim Fo­to­gra­fie­ren kam mir dann die Idee, an den obe­ren Rand ei­nen Reiß­ver­schluss zu nä­hen. Am liebs­ten hät­te ich ei­nen End­los­reiß­ver­schluss ge­nom­men, aber der eben aus ei­ner al­ten Ja­cke ge­trenn­te pass­te farb­lich ge­ra­de sehr gut. So ist ei­ne sehr prak­ti­sche Hand­ar­beits­ta­sche ent­stan­den, die gleich­zei­tig als Garn­scha­le die­nen kann.
(Drin­nen ist schon mein Nonstop-Strickprojekt für den Mo­nat Mai zu se­hen, wie­der­mal ei­ne De­cke.)

Faszinierendes Handwerk

Letz­ten Sonn­abend wa­ren wir wie­der zum Tag der of­fe­nen Tür in der Por­zel­lan­ma­nu­fak­tur Meis­sen. Ob­wohl sich ja von Jahr zu Jahr nicht so viel än­dert in der Ma­nu­fak­tur, fin­de ich den Rund­gang durch die Pro­duk­ti­ons­räu­me im­mer wie­der in­ter­es­sant. Es ist fas­zi­nie­rend zu se­hen, mit wie­viel Lie­be und Per­fek­ti­on die Mit­ar­bei­ter klei­ne Kunst­wer­ke ent­ste­hen las­sen.

Die auf­ge­sta­pel­ten Tas­sen und Tel­ler, die Farb­töp­fe und die vie­len klei­nen De­tails sind auch tol­le Fo­to­mo­ti­ve.

In der Ofen­hal­le

Un­ter­gla­sur­ma­le­rei – klas­si­sche Mus­ter,

neue Mo­ti­ve

Fe­der­zeich­nun­gen

In der Dre­he­rei

Ar­beits­plät­ze – Por­zel­lan im Ein­satz

und herr­li­cher Blu­men­schmuck durch die An­ge­stell­ten

Hexagon-Jahresprojekt

Be­reits im Spät­som­mer letz­ten Jah­res hat­te ich mir das Buch The New He­xa­gon: 52 Blocks to Eng­lish Pa­per Pie­ce“ von Kat­ja Marek ge­kauft. Dar­in sind 52 Vor­la­gen für Sechs­ecke ent­hal­ten, die die Her­zen al­ler Hand­nä­he­rin­nen hö­her schla­gen las­sen. Zum Nach­ar­bei­ten braucht man kei­ne Englisch-Kenntnisse – aber lo­gi­scher Wei­se die Scha­blo­nen. Hier lässt das Buch sehr zu wün­schen üb­rig, weil man da­für die ein­zel­nen Sei­ten ko­pie­ren müss­te. Ich be­zwei­fe­le, dass das aus­rei­chend ge­nau wird und den­ke, dass sich das Buch schnell in ei­ne Lose-Blatt-Sammlung ver­wan­delt.
Des­halb ha­be ich noch die Kind­le Edi­ton des Bu­ches ge­kauft. Zu der gibt es ei­nen Link, über den man sich al­le Scha­blo­nen als pdf-Datei her­un­ter­la­den kann. (Mit der kos­ten­frei­en Kindle-App funk­tio­niert das auf je­dem Com­pu­ter.) Auf das Buch kann man al­so ver­zich­ten.

Ei­gent­lich hat­te ich mir vor­ge­nom­men, erst mit den He­xa­go­nen zu be­gin­nen, wenn x an­de­re Patch­work­pro­jek­te fer­tig sind. Aber dann star­te­te Kat­ja Marek auf ih­rer Home­page im Ja­nu­ar mit die­sem Jah­res­pro­jekt für 2017. Der Quilt ge­fällt mir so gut, dass ich doch im Ja­nu­ar be­gon­nen ha­be, He­xa­go­ne zu nä­hen. Aber mehr als ein Be­ginn war es nicht und En­de März war der Januar-Block im­mer­noch nicht fer­tig. Jetzt ha­be ich ein biss­chen auf­ge­holt.

Für den Hin­ter­grund ha­be ich graue Stof­fe aus­ge­wählt und für die He­xa­go­ne ma­gen­ta­far­be­ne – mo­men­tan ge­ra­de pas­send zu den (ver)blühenden Ma­gno­li­en.
Oben ist der Januar-Block zu se­hen und un­ten der für den Mo­nat Fe­bru­ar.

Weil das Ori­gi­nal ei­nen Dop­pel­bett­quilt er­gibt, nä­he ich in hal­ber Grö­ße. Das ist schon et­was frie­me­lig. Ich hof­fe, die Ein­zel­tei­le wer­den nicht noch klei­ner.
Im Mai wer­de ich ein­mal schritt­wei­se zei­gen, wie so ein Block ent­steht. Das ist näm­lich schon ei­ne et­was auf­wän­di­ge­re Ar­beit.