Sizilien - i-Tüpfelchen

Unbekannte Pflanzen und Tiere zu ent­de­cken, ist für mich immer das i-Tüpfelchen auf dem Urlaub.

Unser ers­tes Quartier lag direkt am Naturreservat Vendicari. In dem Reservat befin­den sich eini­ge Lagunenseen, in denen ver­schie­de­ne Zugvögel Rast auf ihrem Weg nach Süden machen. Ich hat­te gar nicht damit gerech­net, dass wir über­haupt Vögel sehen, aber da hat­te ich mich geirrt.

Zuerst hat­te ich nur den schla­fen­den Vogel rechts oben ent­deckt. Die rosa Farbe konn­te ich mit blo­ßem Auge nicht erken­nen und so wuss­te ich über­haupt nicht, was da im Wasser stand. Aber dann kamen zum Glück noch mun­te­re Flamingos zum Vorschein. So schön!

Später konn­te ich die Löffler aus­ma­chen. Es ist sehr put­zig anzu­se­hen, wie sie im Wasser daher­schrei­ten und dabei ihren Schnabel hin und her schwin­gen.

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Auf einem Acker am Rande des Reservats habe ich die­se „Stricknadeln" gefun­den. Ein Stachelschwein hat­te eine lan­ge Spur hin­ter­las­sen. Kurze, lan­ge, dicke, dün­ne - die gan­ze Haarpracht lag aus­ge­brei­tet. Ein paar muss­te ich natür­lich auf­sam­meln.

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Auch erstein­mal auf­ge­sam­melt habe ich die­se Tudorella - Landdeckelschnecke. Solche Schneckendeckel hat­te ich ja bis­her nur ein­zeln am Meer gefun­den, nun end­lich mal mit Schnecke dran. Nach aus­gie­bi­ger Betrachtung habe ich die Schnecke wie­der aus­ge­setzt.

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Mehrmals hat­ten wir das Glück, Bienenfresser beob­ach­ten zu kön­nen. Wenn man den Ruf die­ser Vögel erst­mal kennt, kann man sie schnell ent­de­cken. Sie sind so groß wie Spechte, sehr scheu und flie­gen immer in Scharen. Das Federkleid schil­lert und glit­zert in der Sonne tür­kis, die aus­ge­brei­te­ten Flügel sind rich­tig son­nen­gelb. Eine Pracht!

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Ganz präch­tig sah auch die­ser rät­sel­haf­te Baum aus, den wir zum ers­ten Mal an der Autobahnraststätte ent­deckt hat­ten.

Später fan­den wir noch eine wei­ßes Exemplar mit recht haa­ri­gen Früchten. Diese Wollhaare brach­ten mich dann auch zu des Rätsels Lösung. Es ist ein Kapokbaum. Die Fasern sind nicht spinn­bar, kön­nen aber als Füll-, Polster- und Isoliermaterial genutzt wer­den.

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Ein i-Tüpfelchen war eigent­lich auch die gan­ze Landschaft im Süden der Insel. Die wei­ten, hüge­li­gen Täler mit den vie­len gut gepfleg­ten Obst-, Wein- und Olivenplantagen, umrahmt von hohen Gebirgszügen, haben mir sehr gefal­len.

Sehr oft konn­ten wir eine recht selt­sa­me Art und Weise der Ackerpflege beob­ach­ten. Abgeerntete Felder wur­den offen­sicht­lich an meh­re­ren Seiten ange­zün­det. Ob so Unkraut und Kleintiere ver­nich­tet wer­den sol­len?

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Hier endet mein Bericht über Sizilien. Der Reisebericht ist aber noch nicht abge­schlos­sen. Ich muss doch noch erzäh­len, wie wir auf einer ande­ren Insel einen klei­nen Drachen bezwun­gen haben ;).


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