Strickjackenwetter

SchneeglöckchenDas war doch ein rich­tig schön son­ni­ger Sonntag! Endlich konn­te ich mei­ne neue Strickjacke aus­füh­ren. Zuerst waren wir im Garten. Zum Glück war dort alles in Ordnung. Der Winter hat kei­ne Schäden hin­ter­las­sen. Es blü­hen jede Menge Schneeglöckchen und ein paar ein­zel­ne Märzenbecher und Krokusse. Sogar das ers­te Buschwindröschen war schon zu sehen! Wir haben uns nur umge­se­hen. Bis die Gartenarbeit los­geht, ist noch ein biss­chen Zeit.
Stattdessen haben wir uns in die Gänsereihe der Ausflügler im Polenztal ein­ge­reiht. Es waren wirk­lich sehr, sehr vie­le Menschen unter­wegs, um die Märzenbecherwiesen zu bewun­dern. Wir haben einen Abstecher zu den Cunnersdorfer Höhen gemacht, um dem Trubel ein biss­chen zu ent­kom­men. Dort oben summ­ten auch schon die ers­ten Bienen. Und Schmetterlinge haben wir gese­hen!

Märzenbecher

Bei die­ser Gelegenheit habe ich ein paar Fotos von mei­ner neu­en Strickjacke gemacht.

JackeLady Marple" von Nadia Crétin-Léchenne - gestrickt in der Größe XL mit Nadel Nr. 4,5 aus 400 g „Gilliatt" von De Rerum Natura (100% Bio-Merino - 250 m/100 g - Farbe Poivre)

Von der Wolle habe ich schon eini­ge Male geschwärmt. Dieser Pullover ist inzwi­schen viel getra­gen und er sieht trotz­dem noch wie neu aus. Ich möch­te unbe­dingt auch die neue dün­ne Wolle mal aus­pro­bie­ren.

Die Jacke ist eigent­lich ein­fach zu stri­cken. Nur die Größen fal­len etwas klein aus. Da muss man auf­pas­sen, dass man nicht zu klein strickt! Die Jacke wird völ­lig naht­los gear­bei­tet, zuerst Vorderteile und Rücken in einem Stück von unten nach oben. Die Taillierung habe ich weg­ge­las­sen und an den Seiten Kettmaschenränder gestrickt.
Die Ärmel wer­den von oben nach unten gleich ein­ge­strickt. Sie sind sehr schmal gehal­ten. Ich fin­de das gut, weil die Jacke so nicht von den Schultern rutscht. Wer aber eine Bluse dar­un­ter zie­hen will, muss viel­leicht etwas wei­ter stri­cken.
Das Halsbündchen war auch pro­blem­los anzu­stri­cken, nur mit den Knopfleisten hat­te ich Schwierigkeiten. Nach Anleitung war immer eine Masche aus zwei Reihen auf­zu­neh­men. Das war ein biss­chen wenig. Außerdem sah nach der Maschenaufnahme auch der Rand mit der einen rech­ten Masche gar nicht schön aus. Hier habe ich eine gan­ze Weile pro­biert, bis mir ein­fiel, dass ich in einem Buch von Elizabeth Zimmermann gese­hen hat­te, wie sie aus der Rückseite Maschen auf­ge­piekst hat­te. Das war die Lösung für die Knopfleiste! Wie bei einem Kordelrand blei­ben die Randmaschen sicht­bar und bil­den einen schö­nen Abschluss, unter dem die Knopfleiste her­vor­kommt.

So geht´s:

Knopfleiste1Erstmal wird auch hier eine Masche auf zwei Reihen auf­ge­nom­men. Aber schon in der ers­ten Reihe regu­liert man die Maschenzahl auf die gewünsch­te Größe. Ich habe auf zwei Maschen einen Umschlag gemacht. Das ent­spricht dann 3 Maschen auf 4 Reihen. Für eine Knopfleiste reicht viel­leicht auch, auf drei Maschen einen Umschlag zu machen. Das ent­spricht dann 2 Maschen auf 3 Reihen. (Außerdem muss man noch beach­ten, wie vie­le Maschen man für das Muster braucht und even­tu­ell ein paar Zunahmen mehr oder weni­ger machen.)

Ich habe das gleich noch für glatt rech­tes Gestrick aus­pro­biert - wird auch wun­der­bar! Ich freue mich sehr über die­sen neu gefun­den Kniff!

Knopfleiste2PS:
Die schö­nen Knöpfe habe ich von hier - ganz schnell, ganz preis­wert.


Kommentare

Strickjackenwetter — 1 Kommentar

  1. Eine wun­der­schö­ne Jacke! Dazu noch die sehr infor­ma­ti­ven Erklärungen, wun­der­bar. Vielen Dank - ich wer­de noch wei­ter bei dir stö­bern!
    Lieben Gruß aus dem Rheinland,
    Angelika

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.